weiße Boxer, die gleichen charmanten Clowns wie ihre farbigen Geschwister
wie alles begann....
im Jahr 1895 wurde in München der Deutsche Boxerklub gegründet. Das man einen Überblick über die vorhandenen Hunde bekam, wurde hier ein Zuchtbuch angelegt. Der erste Hund, der ins Zuchtbuch eingetragen wurde war Mühlbauers Flocki, ein Schecke, er erhielt die Nr, 1 im Zuchtbuch. Sein Vater war Tom ein weißer, hochgestellter Bulldoggrüde. Bulldoggen sahen sehr viel anders aus zur damaligen Zeit als heute. Eine weitere Urahnin war Meta von der Passage, eine weiße Hündin mit gestromten Fleck am Kopf, diese erhielt die Zuchtbuchnr. 30. Meta`s Großvater war ebenfalls Tom. Tom wurde sehr oft in der Zucht eingesetzt. Meta brachte viele, für die Zucht zum damaligen Zeitpunkt, sehr wertvolle Tiere.
Knapp nach der Jahrhundertwende, wurde der Rassestandard beim Boxerklub München erstellt. Es wurden die Anatomie, Bemuskelung, das Wesen und der Charakter, also das gesamte Erscheinungsbild des Boxers festgelegt. Dazu gehörte natürlich auch die Farbe, von Hirschrot bis gelb und gestromt war alles gestattet, da man aber bemüht war, das auch der Boxer als Diensthund anerkannt wird, wurde die Farben weiß und schwarz nicht gestattet und erklärte sie zu Fehlfarben.
Hier wurde vergessen das die Stammtiere, Weiße und Schecken waren. Die ganzen Krankheiten, von denen man gesprochen hat, ob Früher oder Heute, Zu denen zählen Taubheit, einseitig oder ganz, Hautkrankheiten und vieles mehr konnten gar nie festgestellt werden, weil diese weißen Boxer, ja lange Zeit gar nicht überlebten, gar verleugnet wurden. Wichtig zu wissen, weiße Boxer sind keine Albinos.
Viele Jahre bemühte man sich das Weiß durch Selektion und ausmerzen raus zu züchten, mit sehr wenig Erfolg, Gott sei Dank. Im Gegenteil, viele Züchter werden bestätigen, das gerade die weißen Boxer sehr typ volle Köpfe haben und knochenstark sind.
Heute erhalten die weißen Boxer in den zwei VDH Verbänden eine ordentliche Ahnentafel, mit dem Zusatz Zuchtverbot. Die Weißen dürfen auf Ausstellungen gezeigt und bei sportlichen Veranstaltungen geführt werden.
Sie sind nun mal bei den Boxern die 3te Farbe, darum sollte man sie auch so behandeln und anerkennen. Die Fakten, die dagegen sprechen, stehen auf wackligen drei Beinen. Hier gehört der Standard überarbeitet. Der allererste Vorteil wäre eine Erweiterung des sehr wichtigen Genpools und genau das ist bei uns der Grund diese weißen Schönheiten für die Zucht frei zu geben. Schauen wir mal was passiert...